"Freundschaft ist heilig"

"Freundschaft ist heilig"

Jugendliche aus Polen und Frankreich feiern Libori 22.07.2017 

Von Dirk Lankowski

„Die Leute sind total nett, die Stadt ist schön, es ist fast ein kleiner Weltjugendtag.“ Karolina (21) aus dem polnischen Świerklany ist zum ersten Mal in Deutschland und besucht das Libori-Fest. Letztes Jahr waren Jugendliche aus Paderborn in ihrer Gemeinde zum Weltjugendtag zu Gast. Und jetzt steht der Gegenbesuch an. Für 26 Jugendliche aus Polen und 19 Franzosen aus Le Mans heißt das für die nächsten Tage: Libori mit Gebeten und Gottesdiensten, Kirmestrubel, Party und natürlich Freundschaften pflegen. Karolina ist glücklich, dass sie dabei sein kann. Und ihre Gastgeberin Wioletta Setzer (25) freut sich, ihre Wohnung für die neue Freundin öffnen zu können. „Das mache ich total gerne, ich durfte selbst schon oft Gastfreundschaft erleben“.

„Freundschaft ist heilig!“ ist das Motto des diesjährigen Libori-Festes, das bis zum nächsten Sonntag Paderborn fest im Griff hat. Das kirchliche Fest ist immer schon durch die weltkirchlichen Kontakte des Erzbistums international geprägt, doch jetzt zieht auch die Jugend nach. „Der Weltjugendtag macht es möglich und wirkt nachhaltig“, freut sich Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder. Beim großen Jugendtreffen im letzten Jahr haben die Paderborner die Einladung zum diesjährigen Libori-Fest ausgesprochen – mit Erfolg. Damals waren mehrere tausend französische Jugendliche in Paderborn, um einen Zwischenstopp auf dem Weg zum Weltjugendtag in Polen zu machen. Und die polnischen Jugendlichen waren für die Jugendlichen aus dem deutschen Erzbistum herzliche Gastgeber. „Wir möchten uns für das Engagement und die Verbundenheit mit diesem Treffen bedanken“, erklärt Stephan Schröder

Beeindruckend: 15 Franzosen waren seit dem 9. Juli mit dem Fahrrad unterwegs, um nach Deutschland zu kommen. In einem Anhänger zogen sie sogar eine Holzstatue des Heiligen Libori. Diese ist ein Geschenk des Erzbistums Paderborn aus dem Jahr 1986 und wird auch während der Libori-Prozession mitgetragen. Und es gibt noch ein Ziel: Die St. Liborius-Fraternität, die die Beziehungen zwischen den Bistümern Paderborn und Le Mans pflegt, wird eine Jugendabteilung gründen – mit deutschen und französischen Jugendlichen. Für Maren Gödde, Referentin in der Abteilung Jugendpastoral im Generalvikariat, ist das ein Erfolg. Im letzten Jahr hat sie den Zwischenstopp der Franzosen in Paderborn mitorganisiert und auf eine intensivere Beziehung gehofft. „Wir wollen den Austausch unter den Jugendlichen fördern, das macht das Leben und unseren Glauben unendlich reicher“, freut sie sich.

Zum großen Gruppenbild vorm Paderborner Dom stellten sich die Gäste aus Polen und Frankreich sowie die Gastgeber auf.zoom
Zum großen Gruppenbild vorm Paderborner Dom stellten sich die Gäste aus Polen und Frankreich sowie die Gastgeber auf.

Aber auch die polnischen Gäste haben einige Strapazen auf sich genommen. 16 Stunden im Bus haben sie bis Paderborn gebraucht. Bernadette (21) und Philipp (16) Artmann aus Schloß Holte-Stukenbrock haben Mateusz und Bartosz aufgenommen. „Die Verständigung klappt zwar nur mit Englisch und Händen und Füßen, aber es klappt“, freut sich Bernadette. Auch sie hat schon oft beim Weltjugendtag Gastfreundschaft erlebt. Das ist jetzt ihre Chance sich zu revanchieren.

Neben dem Programm in Paderborn steht ab Montag ein dreitägiger Aufenthalt im Jugendhaus Hardehausen auf dem Programm. Jugendhaus-Mitarbeiter Benedikt Hebbecker freut sich, dass die jungen Leute die Jugendbildungsstätte des Erzbistums mit ihrer neuen Kirche besuchen. „Es gibt da natürliche eine spirituelle Kirchenführung, aber wir haben ganz klassisch einen Abend mit Lagerfeuerromantik vorbereitet“, so Benedikt Hebbecker.

„Freundschaft ist heilig“ – das sollen die jungen Leute erleben und leben. Und natürlich soll es jetzt regelmäßiger Treffen geben. Nicht nur über die St. Liborius-Fraternität oder beim Libori-Fest. Nächstes Jahr steht die internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom und im Jahr 2019 der Weltjugendtag in Panama an. Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder: „Da hoffen wir natürlich auf das ein oder anderen Wiedersehen.“

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