Pfadfinder setzen Zeichen für Hoffnung auf Frieden

Pfadfinder setzen Zeichen für Hoffnung auf Frieden

Friedenslicht in Dortmund angekommen 12.12.2016 

Von Anna Petri

Schon auf dem Weg vom Dortmunder Hauptbahnhof in Richtung der, für einen Sonntag, ungewöhnlich belebten Einkaufsmeile Münsterstraße kann man sie entdecken: zahlreiche Menschen, alle ausgestattet mit Laternen oder Kerzen, die in Gläsern vor dem Wind geschützt sind. Sie alle haben ein Ziel: die St. Josephskirche in der Dortmunder Nordstadt. Dort wird am 3. Adventssonntag das Friedenslicht aus Bethlehem verteilt und soll durch die Menschen in das ganze Erzbistum weitergetragen werden.

Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem. Von dort bringen Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) die Laterne mit dem Friedenslicht vom europäischen Aussendungsgottesdienst in Wien in die Kirchen und Gemeinden in Deutschland. Am 11. Dezember erreicht das Friedenslicht endlich auch die Ruhrmetropole, von wo es die Pfadfinder nach der Aussendungsfeier in die Gemeinden und Pfadfinder-Stämme der katholischen Kirche im Erzbistum Paderborn und der Evangelischen Kirche von Westfalen tragen.

Vikar Tobias Hasselmeyer (links) und Landesjugendpfarrer Udo Bußmann (rechts) nahmen in Dortmund das Friedenslicht aus Betlehem in Empfang und verteilten es weiter. zoom
Vikar Tobias Hasselmeyer (links) und Landesjugendpfarrer Udo Bußmann (rechts) nahmen in Dortmund das Friedenslicht aus Betlehem in Empfang und verteilten es weiter.

Bereits über eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes ist die Kirche schon rappelvoll. Jeder Besucher erhält am Eingang symbolisch eine kleine Kerze, an der sie später das Friedenslicht entzünden können, falls sie nicht ohnehin selbst eine eigene Kerze mitgebracht haben. Vikar Tobias Hasselmeyer, Diözesankurat der Pfadfinder im Erzbistum und Landesjugendpfarrer Udo Bußmann begrüßen die rund 1000 jungen Besucher in Dortmund mit einem Appell an die Nächstenliebe als wichtige Voraussetzung für den Frieden in der Welt. Danach wird es in der sonst eher für Stille und Besinnlichkeit bekannten Kirche ziemlich rockig. Die Pfadfinder-Band singt das Lied „Stimme“ des deutschen Sängers und Songwriters Marc Forster.

„Hör auf die Stimme, hör was sie sagt, sie war immer da, komm, hör auf ihren Rat. Hör auf die Stimme, sie macht dich stark, sie will, dass du's schaffst.“

Gottes Stimme sei es, die uns in schweren Zeiten leite, knüpft Tobias Hasselmeyer an das Musikstück an und fährt fort: „Gottes Wort sagt uns: ‚Liebt einander, wie der Herr euch geliebt hat‘, und in diesem Sinne möchten wir jetzt das Friedenslicht entzünden, damit ihr es als Zeichen der Hoffnung auf Frieden weitertragen könnt.“ Dann ist es endlich soweit. Die ganze Kirche wird verdunkelt und alle Augen sind auf die beiden jungen Pfadfinderinnen gerichtet, die das Licht aus Bethlehem in einer Laterne durch den Mittelgang nach vorn zum Altar tragen. Von dort aus entzünden sich nach und nach immer mehr Kerzen daran, bis die gesamte St. Josephskirche in einem hellen Lichtermeer erstrahlt. Das Friedenslicht aus Bethlehem ist in Dortmund angekommen.

Beim gemeinsamen Abschluss-Lied bleibt das Licht in der Kirche noch ausgeschaltet, damit die rund 1000 Kerzen ihre volle Wirkung entfalten können. Dann heißt es Abschied nehmen, von diesem beeindruckenden Gottesdienst. „Wir wünschen euch noch einen schönen Sonntag und hoffen, ihr bleibt gleich noch ein bisschen, um mit uns den 3. Advent zu feiern.“ Und richtig, beim Verlassen der Kirche steigt den Gottesdienstbesuchern sofort der süße Duft nach frisch gebackenen Waffeln in die Nase, die vor der Kirche von den Pfadfindern zum Verkauf angeboten werden. Schnell füllt sich der Kirchenvorplatz und wird von den zahlreichen Laternen und Kerzen erleuchtet. Mittlerweile hat es leicht angefangen zu regnen. Ob alle ihr Licht heil nach Hause tragen können? „Zum Glück schützen unsere Laternen die Flamme vor Wind und Regen“, sagt ein junges Mädchen aus Kamen. Sie möchte das Friedenslicht dort in die Gemeinde Heilige Familie tragen. Auch in Dortmund selbst wird das Licht als Zeichen der Hoffnung auf Frieden weitergetragen. Am 15. Dezember wird eine Abordnung der Pfadfinder mit dem Friedenslicht im Dortmunder Rathaus erwartet.

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