"Endlich 18!" Das Motto des Ironscouts 2016 ist Programm. Mit Karte und Kompass durch die Nacht

Mit Karte und Kompass durch die Nacht

Pfadfinder feiern in Altenbeken den 18. Geburtstag des „Ironscout“ 03.10.2016 

Von Benjamin Eckert

Sechs Jugendliche in Pfadfinderkluft und mit Partyhütchen auf dem Kopf posieren auf einer großen Wiese für ein Gruppenfoto. Um sie herum: etliche schwarze und weiße Zelte, davor herrscht geschäftiges Treiben hunderter Gleichgesinnter. Es wird laut gelacht und gesungen, hier und da brennt noch ein Lagerfeuer. In die Kamera hält die Gruppe ein Banner mit den Worten: „Wenn ich von Wandern rede, meine ich flottes Wandern, nicht nachlässiges Schlendern.“ Das Zitat stammt von Robert Baden-Powell, seinerzeit Begründer der weltweiten Pfadfinder-Bewegung.

Die Wiese neben der Gesamtschule in Altenbeken ist Schauplatz des „Ironscout 2016“. Die Großveranstaltung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und weiterer Pfadfinderverbände ist angelehnt an den „Ironman“, einem Triathlon-Wettkampf mit Weltruhm. Ähnlich legendär ist in Pfadfinderkreisen der Ironscout. Der bis zu 80 Kilometer lange Lauf lockt jedes Jahr hunderte Pfadfinderinnen und Pfadfinder an einen anderen Austragungsort.

In der Zentrale organisiert das Kernteam rund um Pia Winkler (2.v.r.) den Ironscout 2016.zoom
In der Zentrale organisiert das Kernteam rund um Pia Winkler (2.v.r.) den Ironscout 2016.

„Purer Spaß, eine große Herausforderung und kein Kindergeburtstag“, beschreibt Pia Winkler den Ironscout 2016 und nimmt damit Bezug auf das Motto „Endlich 18 – Schluss mit Kindergeburtstag.“ Die 30-Jährige ist Vorsitzende des DPSG-Bezirks Paderborn und Teil des Kernteams für den diesjährigen Ironscout, der von der Bezirksgruppe auf die Beine gestellt wurde. Mit rund 60 weiteren Helferinnen und Helfern besetzt sie das ganze Wochenende lang die aufwendig eingerichtete Zentrale im Eingangsbereich der Gesamtschule. Seit über einem Jahr stellt sich das Kernteam den organisatorischen Herausforderungen der viertägigen Veranstaltung: das Motto ausdenken, einen geeigneten Ort finden, Genehmigungen einholen, Verpflegung und Unterkunft für 800 Teilnehmer organisieren und immer ansprechbar sein für alle Beteiligten.

Eine riesige Teamherausforderung

„Der Ironscout ist eine riesige Teamherausforderung. Für uns genauso wie für die Teilnehmer“, gesteht Pia Winkler und erklärt das Konzept des Laufs, welches wohl auch dem Pfadfinder-Urvater gefallen würde: Teams aus vier bis acht Personen können zu Fuß bis zu 16 Stationen aufspüren, die sich im Umkreis von zehn Kilometern rund um das Basislager befinden. Erreicht eine Gruppe eine Station, muss sie eine Spielaufgabe erfüllen. Das Stationsteam bewertet, ob die Läufergruppe die angelaufene Station vollständig erreicht hat, wie gut es dort die Aufgabe löst und ihr pfadfinderisches Verhalten. Doch auch die Stationen werden von den Läufergruppen hinsichtlich Atmosphäre und Kreativität bewertet. Deshalb versuchen auch die Stationsteams, sich mit ihren aufwändigen Stationen gegenseitig zu überbieten. Nach spätestens 22 Stunden müssen sich alle Läufergruppen wieder im Basislager einfinden, denn auch für Verspätungen gibt es Punktabzug. Unterwegs müssen die Teams zudem etwas sammeln, das ihnen besonders am Herzen liegt und beim Gottesdienst am Montagmorgen einbringen.

Felix Heß (22) startet für den Stamm St. Marien Herne.zoom
Felix Heß (22) startet für den Stamm St. Marien Herne.

Am Samstagnachmittag starten endlich die 120 angemeldeten Gruppen. Bestückt mit Karte, Kompass, Regenjacke und Partyhütchen – man feiert schließlich Geburtstag – verlässt ein Team nach dem anderen das Veranstaltungsgelände. Auch Felix Heß, DPSGler aus dem Stamm St. Marien in Herne, posiert nach der Anmeldung seines Teams noch für das obligatorische Gruppenfoto. Schon zum fünften Mal in Folge nimmt der 22-jährige Felix am Ironscout teil und hat sich mit seinem Team für dieses Jahr so einiges vorgenommen: „Unser Ziel ist eine neue Bestleistung, also mindestens der 18. Platz.“ Doch nicht der Wettkampf ist die größte Motivation für den Jüngsten aus der Herner Gruppe: „Als Team bestehen, den Sonnenaufgang mitnehmen und in der Nacht im Wald sein – all das ist einfach genial“, schwärmt Felix, bevor er seinen Rucksack schultert und es endlich losgeht ins „Abenteuer Ironscout“.

Bildergalerie Ironscout

Eventkalender

Vernetz dich mit Jupa

JUPA – Das Jugendportal im Erzbistum Paderborn auf Facebook
JUPA – Das Jugendportal im Erzbistum Paderborn auf Twitter
JUPA – Das Jugendportal im Erzbistum Paderborn auf YouTube
JUPA – Das Jugendportal im Erzbistum Paderborn auf Instagramm
JUPA – Das Jugendportal im Erzbistum Paderborn auf Tumblr
 
 

YOUNG MISSION

Erzbistum Paderborn

Freiwillig im Ausland?